Kapitel 1

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Der Brief seiner Schwester stimmte ihn wie bisher jedes Mal nachdenklich. Chris wusste nicht, wie oft er ihn inzwischen in den Händen gehalten und gelesen hatte. Vierzehnmal seitdem er eingetroffen war. Das war inzwischen gut zwei Wochen her. Vor vier Tagen war eine Email der zweitältesten Schwester Kate in seinem Postfach eingegangen. Weniger rührselig als die Worte von Joe, dafür mit einem ähnlichen Inhalt. Kate hatte ihn daran erinnert, dass sie Weihnachten im Elternhaus verbringen würden, bevor sie das Haus eher widerwillig verkaufen müssten. Auch sie bat ihn eindringlich zu kommen, die Schwester mit der schönen Stimme.
Natürlich erinnerte sich Chris daran. Als Kind hatte er Kate immer wieder gebeten, für ihn zu singen, bis er ihr damit dermaßen auf die Nerven ging, dass sie behauptete, ihre Stimmbänder seien ganz wund und wenn sie sie nicht schonen würde, könnte sie bald nicht einmal mehr sprechen. Das wollte Chris damals nicht riskieren, also hörte er auf, sie darum zu bitten. Er hörte jedoch niemals auf ihre Stimme zu lieben und lauschte, wenn Kate unter der Dusche aus vollem Hals sang. Von wegen Stimme schonen. Er lächelte unbewusst. Sein Blick schweifte über den Raum und stoppte an einem der Regale, der mit CDs vollgepackt war. Sie waren nicht akribisch nach Alphabet sortiert oder nach Künstlern – streng genommen waren sie gar nicht sortiert, doch er wusste, dass sich unter diesen CDs zwei verbargen, die ihm mehr bedeuteten als alle anderen zusammen. Die seiner Schwester Kate. Sie war keine berühmte Sängerin, hatte allerdings zwei Alben auf den Markt gebracht. Chris war stolz auf sie und womöglich einer ihrer größten Fans.
Sein Blick fiel auf das abgenutzte Buch auf dem Nachttisch. Unter all seinen Büchern war genau dieses eine sein liebstes. Das bisher einzige Buch, das Jil Oliver herausgebracht hatte. Ganz sicher nicht die einzige Geschichte, die sie auf Papier gebracht hatte. Schon als Kind hatte der junge Chris seiner dritten Schwester in den Ohren gelegen, sie möchte ihm doch bitte eine neue Geschichte schreiben und ihm diese vorm Schlafengehen vorlesen. Ihn faszinierte die schier endlose Fantasie seiner gerade einmal zwei Jahre älteren Schwester. Wie viele Geschichten hatte sie allein nach seinen Wünschen erzählt. Zahllose Stunden verbrachten die Geschwister gemeinsam auf dem Dachboden oder in der Hütte im Garten, um sich der Fantasie hinzugeben. Jil ist diejenige gewesen, die ihm das Lesen beigebracht hatte, bevor er eingeschult wurde. Ihr verdankte Chris die Liebe zu Büchern. Doch dieses eine abgenutzte Buch auf seinem Nachttisch war der größte literarische Schatz, den er besaß. Das Buch war mit mäßigem Erfolg in einer überschaubaren Auflage gedruckt worden. Das ärgerte Chris, denn er hätte seiner Schwester einen größeren Erfolg gewünscht.
Bei dem Wort Erfolg musste Chris stets schmunzeln und an seinen Bruder denken. Lewis war das älteste der sechs Oliver-Kinder. Er war nicht nur das älteste sondern gewiss das erfolgreichste Kind der Familie. Vor etwa sieben Jahren hatte er einen guten Posten eines Londoner Unternehmens angeboten bekommen, den er ohne zu zögern bezog. Er war in der Unternehmenskommunikation tätig und das sehr erfolgreich. Sein Bruder musste gute Arbeit leisten, denn der Name Lewis Oliver erzielte in der Google-Suchmaske immerhin eine beeindruckende Zahl an Treffern. Das lag vermutlich zu einem nicht unerheblichen Teil an den Violinisten Oliver Lewis, aber mit einer gezielten Suchanfrage, konnte man seinen Bruder in verschiedenen Berichten finden. Lewis war ohne jeden Zweifel ein erfolgreicher Mann. Wenn man sein Privatleben außer Acht ließ. Seine Beziehungen zerbrachen allesamt nach spätestens ein oder zwei Jahren.
Chris dachte sich manchmal, dass es wohl einen Fluch geben musste, der auf den beiden Oliver-Brüdern lag, denn er konnte wie Lewis keine Frau für längere Zeit an sich binden.
Ganz anders als Joe, die zwar keine Frau dafür aber ihren Mann Duncan bereits vor sieben Jahren geheiratet und inzwischen zwei Kinder mit ihm hatte. Charlie und Teri, so hießen die beiden Revis-Kinder. Chris kannte sie nicht wirklich, obwohl er Charlie früher mal in den Armen gehalten hatte. Dennoch wusste Chris, wie die Kinder aussahen. Joe versorgte ihn regelmäßig mit neuen Fotos der beiden über Facebook, Emails oder Briefe wie diesen, den er noch immer in der Hand hielt.
Joe hatte recht, dass ihn seit knapp vier Jahren niemand gesehen oder gesprochen hatte. Jedoch wusste Chris genauestens Bescheid, was bei seinen fünf Geschwistern vorging. Besonders Jil und Joe versorgten ihn unermüdlich mit neuen Informationen, die er lediglich unbeantwortet ließ. Abgesehen von dem einen Mal vor zwei Jahren, nachdem man ihm vom Tod der Mutter erzählt hatte. Seine Email zog zig erboste Nachrichten von Joe und ihren Schwestern nach sich. Selbst Lewis beteiligte sich an den Zurechtweisungen, was eher untypisch für ihn war. Chris entschied sich dennoch gegen die Anwesenheit bei der Beisetzung seiner Mutter. Er konnte die Reaktionen seiner Geschwister nachvollziehen und ein Stückweit hasste er sich selbst für seine Entscheidung. Einzig die Enttäuschung über das Ausbleiben einer Reaktion seines Vaters wog schwerer als der Hass auf sich selbst.
Die Erinnerung daran erfüllten Chris mit einer Schwere, die ihm auf den Magen schlug. Er legte Joes Brief auf den Couchtisch, bevor er mit seinem Bier auf den Balkon ging und sich in einem der beiden Stühle niederließ.
Die Sonne war bereits halbwegs hinter den Bergen versunke. Die Hitze des Tages nahm langsam ab und sowie die Sonne untergegangen war und ihn die Dunkelheit umgab, erinnerte sich Chris an die winterliche Kälte, die ihm hier niemals begegnete. Er nippte an seinem Bier. Woran denkst du, wenn du Weihnachten hörst?, hallten Joes Worte in seinem Kopf nach. Ganz sicher an nichts von alledem, was er in diesem Moment erblickte.
Die Leute auf der Straße trugen sommerliche Kleidung, kurze Hosen und Tops. Der Schweiß auf seinem Rücken verriet ihm, dass er viel zu dick eingekleidet war. Er trug Jeans, geschlossenes Schuhwerk und einen olivgrünen Pullover, den ihm irgendwann einmal jemand aus seiner Familie zu Weihnachten geschenkt hatte und der inzwischen an seinen Schultern spannte. Seitdem er hier wohnte, hatte er sich keinen einzigen Pullover gekauft. Den hätte er nicht gebraucht und somit ohnehin niemals getragen. Jetzt bereute er diese Entscheidung, als er seinen Arm anhob, um einen Blick auf die Zeit zu werfen. Der Stoff spannte so sehr, dass er jede Bewegung erschwerte.
Kaum hatte Chris die Uhrzeit vom Zifferblatt abgelesen, kam ein Fahrzeug vorgefahren und hielt abrupt an. Der Fahrer drückte zweimal auf die Hupe. Chris warf einen flüchtigen Blick über das Balkongeländer und erkannte das Auto. Mit großen Schritten ging er zurück in sein überschaubares Apartement, schloss die Balkontür, zog die Gardinen zu, griff sich die Jacke, die über der Couchlehne hing sowie eine schwere und zum Bersten gefüllte Reisetasche, losch das Licht und verließ durchs Treppenhaus das Gebäude.
Der Taxifahrer war bereits ausgestiegen und steckte sich eine Zigarette an, die er genüsslich und in aller Ruhe ausrauchte, ehe er Chris zum Flughafen fuhr.
»Lassen Sie mich raten, sie verlassen den Kontinent über die Weihnachtstage, heh?«, sagte der Taxifahrer, als er den Motor anwarf, rückwärts aus der Ausfahrt fuhr und auf die Straße bog. Er schnallte sich an und warf Chris einen schrägen Blick zu. Der Taxifahrer schnaufte und nickte kaum merklich zur Jacke, die Chris auf seinem Schoß festhielt. »Ah, sie werden wohl eine höhere Wahrscheinlichkeit auf weiße Weihnachten haben, als wir hier, was? Gott, wie ich diese weiße Scheiße vermisse. Auch wenn es nur zu Weihnachten ist.« Er lachte stumm.
Chris lächelte knapp, festigte den Griff um die Jacke und starrte während der gesamten Taxifahrt aus dem Fenster, an dem die Gebäude und Landschaften vorbeizogen.
Joe hatte recht. Wann immer Chris an Weihnachten dachte, war Schnee eines der Dinge, die ihm unmittelbar in den Sinn kamen. In seiner Kindheit kannte er ausschließlich weiße Weihnachten. Denn wenn seine Heimatstadt eines genug hatte, war das ganz bestimmt Schnee. Mit einem Mal überkam ihn eine Sehnsucht und ganz ungewollt schlug das Herz in seiner Brust wie verrückt. Er hoffte, der Taxifahrer würde seine Aufregung nicht bemerken.
Er würde dieses Jahr Weihnachten mit seiner Familie gemeinsam im Elternhaus verbringen. Vielleicht zum letzten Mal.

Joe ahnte noch nichts vom bevorstehenden Wiedersehen mit ihrem verschollenen Bruder, während sie in die Auffahrt zum Elternhaus einbog. Sie schreckte auf, als der schwarze Schatten einer Katze vom Asphalt aufsprang und im nächsten Gebüsch verschwand. Auf der Veranda vor der Haustür erwarteten sie bereits ein Ehepaar mit grimmigen Mienen sowie eine junge Frau mit einem einnehmenden Lächeln. Joe musterte die drei aus dem Auto heraus, während sie so tat, als suchte sie nach etwas im Handschuhfach. Der Mann hatte einen Walrossschnäuzer, trug einen braunen Anorak und starrte miesgelaunt in Richtung Wagen. Seine Frau war pausbäckig und trug eine eigenwillige Mütze, die kunterbunt war und absolut unpassend für ihr Alter erschien.
Joe warf sich ein Pfefferminzbonbon ein, strich sich eine Haarsträhne hinters Ohr und schnappte sich die Unterlagen, die aus einer schwarzen Mappe auf dem Beifahrersitz herausragten.
»Guten Tag, Mrs Revis. Schön, dass Sie es so spontan einrichten konnten und dann noch so kurz vor Weihnachten«, begrüßte die junge Frau Joe überschwänglich und streckte ihr die Hand entgegen. »Sophie Madden, hi. Ich bin die Immobilienmaklerin. Wir hatten telefoniert. Das sind Lena und Paul Shusterman, die Interessenten. Sie haben ein wirklich fabelhaftes Haus, Mrs Revis.«
Joe begrüßte einen nach dem anderen, ehe sie den Schlüssel aus ihrer Handtasche hervorholte und die Haustür öffnete.
»Nun ja. Es ist nicht wirklich mein Haus. Es gehörte meinen Eltern. Aber ja, ich denke, es ist ein ganz wundervolles Haus. Das muss ich sagen, immerhin bin ich hier aufgewachsen«, erwiderte Joe mit einem trockenen Lachen, während sie sich daran versuchte, die Haustür zu öffnen. Ihr angestrebter Witz verfehlte bei den Shustermans jegliche Wirkung, die unbeirrt mit finsteren Mienen auf der Veranda standen und Joe beobachteten. Sophie Madden hingegen stieß ein sanftes Lachen aus und hielt mit mitfühlenden Augen an Joe fest.
»Und sie wollen es nicht behalten?«, fragte Sophie nach. Ihre Stimme war etwas zu kindlich für ihr Alter, das Joe auf Ende zwanzig geschätzt hatte, jedoch reich an Wärme.
Joe lächelte wehmütig. »Von wollen kann nicht die Rede sein. Hereinspaziert. Treten Sie ein in das bescheidene Heim«, sagte sie unter Öffnen der Tür und wies die Shustermans mitsamt der Maklerin ins Haus.
Mr und Mrs Shusterman waren ein sehr eigenwilliges Paar, bemerkte Joe. Sie beobachtete die beiden, wie sie durch das Haus schlichen und jeden Winkel geradezu missbilligend inspizierten. Paul Shusterman war nicht besonders groß, nicht besonders breit und überhaupt wirkte er eher unscheinbar. Abgesehen von diesem Walrossschnäuzer, der rötlich schimmerte. Lena Shusterman war fast so groß wie ihr Mann, schleppte allerdings einige Pfunde zu viel mit sich herum. Ihre Mütze bestand aus kunterbunten Kätzchen, wie Joe erkannt hatte. Beide schauten sich einen Raum nach dem anderen an, ohne ein einziges Wort herauszubringen. Joe hatte schon die Vermutung, die beiden seien stumm, bis der letzte Raum inspiziert war und sich Mr Shusterman plötzlich an die Maklerin wandte und um ein Gespräch mit ihr bat.
Die drei zogen sich auf die Veranda zurück, bevor Sophie fünf Minuten später ohne sie zurück ins Haus trat. Joe blieb keine Zeit nach ihnen zu fragen, da hörte sie einen startenden Motor und sah durch das Wohnzimmerfenster einen alten Passat davonfahren. Sie erhaschte einen flüchtigen Blick auf die kunterbunte Katzenmütze von Mrs Shusterman.
»Freundliche Leute, diese Shustermans«, kommentierte Joe lediglich und wandte sich dann mit einem wissenden Lächeln an Sophie, die Maklerin. »Lassen Sie mich raten: Kein Interesse.«
Sophie schüttelte den Kopf. »Nicht zu diesem Preis. Könnten Sie sich vorstell– «
»Ob wir uns vorstellen könnten, den Preis etwas anzupassen, meinen Sie?«
Sophie hob die Schultern und nickte leicht. »Das wäre eine Möglichkeit, um zu verhindern, dass sie abspringen. Kommen Sie dem Angebot der Shustermans etwas entgegen und – «
»Aber wir sind schon fünfzigtausend runtergegangen vom eigentlichen Verkaufspreis. Dieses Haus hat seinen Wert. Zwei Gutachter haben uns diesen Wert unabhängig voneinander bestätigt. Ich werde den Teufel tun und noch weiter mit dem Preis runtergehen.«
»Dann sollten Sie darauf gefasst sein, dass die Shustermans – «
»Scheiß auf die Shustermans! Diese Leute wissen das Haus doch gar nicht richtig zu schätzen. Ich möchte sie ohnehin nicht in diesem Haus wohnen sehen«, blaffte Joe und ließ sich auf dem Sofa nieder, die Hände über ihren Kopf geschlagen. Sophie trat einen Schritt näher und stoppte umgehend, als Joe sie durch ein Zeichen auf Abstand hielt, da sie befürchtete, die Maklerin könnte sonst versuchen sie zu trösten. Doch Joe brauchte keinen Trost. Was sie wirklich brauchte, waren Käufer für das Haus.
»Hören Sie, Mrs Revis. Ich kann verstehen, dass Sie zurzeit sicherlich eine schwere Zeit durchmachen. Die wenigsten Leute verkaufen das Elternhaus aus Jux.« Sophie näherte sich Joe energisch und ließ sich auf dem Sessel schräg gegenüber nieder. Sie riss sich die beige Mütze vom Kopf, unter der jetzt ihr blondes Haar zum Vorschein kam, legte sie auf den Schoß und beugte sich zu Joe hinüber. Hätte diese Frau gekonnt, hätte sie sicherlich Joes Hände genommen, um ihr gut zuzureden, da war sich Joe sicher. Das war doch so eine Masche, um Leuten Beistand und Mitgefühl vorzugaukeln. Andererseits wirkte Sophie auf Joe nicht wie eine Heuchlerin und Speichelleckerin. Sie wirkte aufrichtig und einfühlsam durch und durch.
»Natürlich nicht. Wer tut das schon?«, schnaufte Joe und sah der Maklerin dabei in die Augen, die überraschend feucht schienen. War das ehrliche Anteilnahme?
Wieder lächelte Sophie und antwortete: »Niemand, den ich kenne.«
Draußen vor dem Haus rauften zwei Hunde miteinander. Die Herrchen pfiffen ihre Vierbeiner zurück, die allem Anschein nach nicht zu gehorchen schienen, weshalb die Stimmen fester wurden, bis sie lautstark schimpften.
»Hören Sie Mrs Revis«, setzte Sophie erneut an.
»Joe. Einfach nur Joe. Bei Mrs Revis fühle ich mich wie eine aufgedunsene Frau mit Nackenstarre und Damenbart.«
Sophie stieß ein herzliches Lachen aus und erwiderte: »Madden klingt wie ‘ne französische Bulldogge.«
Beide Frauen lachten gemeinsam hell auf und glucksten vor sich hin, bis sich Sophie aufrichtete. »Joe, ich will ganz ehrlich mit Ihnen sein. Die Immobilienpreise sind momentan im Keller. Besonders hier in der Gegend. Die Interessenten werden mit Angeboten überhäuft. Da wird es schwer werden Käufer für dieses Haus zum augenblicklichen Preis zu finden. Sicherlich ist es nicht undenkbar, aber auf die Schnelle wird es sich als knifflig erweisen. Sollten Sie dringend auf das Geld angewiesen sein, rate ich Ihnen, den Preis um weitere fünfundzwanzig bis vierzigtausend zu senken. Wenn Sie die nächsten Monate abwarten können, dann bleiben Sie bei dem jetzigen Preis, denn ich gebe Ihnen recht, das Haus hat diesen Preis verdient. Wenn Sie mich fragen, wäre ein Aufschlag von knapp hunderttausend noch immer im Rahmen des Angemessenen. Die Sache ist nur, dass es seine Zeit braucht, um einen Käufer zu finden, der bereit ist, diesen Preis zu bezahlen. Zumindest für den Moment.«
Sophie schenkte Joe ein letztes aufrichtiges Lächeln und nickte wie zum Abschied. An der Tür hielt sie inne und warf einen Blick über die Schulter. »Fröhliche Weihnachten, Joe.«
Dieses Mal war Joe diejenige, die lächelte. Erst nachdem die Haustür ins Schloss gefallen war, murmelte Joe »Frohe Weihnachten« und ließ sich zurückfallen. Sie schlug ihre Hände vor das Gesicht und ließ einen Seufzer aus. Wieso?, grummelte sie in ihrem Kopf. Der ganze Akt mit dem Hausverkauf war unfair und fühlte sich für sie wie reine Schikane an. Es war zum Haare raufen. Ihre Finger bohrten sich in das Kissen zu ihrer Linken, in das sie ihr Gesicht vergrub und den Frust hinausschrie.